{"id":2006,"date":"2017-11-03T10:58:59","date_gmt":"2017-11-03T09:58:59","guid":{"rendered":"http:\/\/linearsa.ch\/?p=2006"},"modified":"2023-10-11T11:15:39","modified_gmt":"2023-10-11T09:15:39","slug":"anpassungen-an-den-schemen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/linearsa.ch\/de\/anpassungen-an-den-schemen\/","title":{"rendered":"Anpassungen an den Schemen"},"content":{"rendered":"<p>Allj\u00e4hrlich findet im September eine Anpassung der verschiedenen LBE-Schemen statt. Zum einen werden \u2013 wie bei den Zuchtwerten auch &#8211; die Berechnungen der Masse und Noten den Entwicklungen der Rasse angepasst. Andererseits finden Sitzungen mit den Rassenkommissionen, respektive der Schemakommission RH\/HO statt, um eventuell leicht ver\u00e4nderten Zuchtzielen oder Herausforderungen der Rassen noch besser gerecht zu werden.<\/p>\n<p>Der Durchschnitt von G-79 f\u00fcr alle Erstlaktierenden in der Schweiz bleibt jedes Jahr gleich. In der Berechnung der Noten wird der Zuchtfortschritt so korrigiert, dass auch in Zukunft eine m\u00f6glichst breite Verteilung der Gesamtnoten sichergestellt werden kann. Dies ist eine Grundbedingung f\u00fcr die Exterieur &#8211; Zuchtwertsch\u00e4tzung. Solange in der Morphologie ein Zuchtfortschritt vorhanden ist braucht es also jedes Jahr eine etwas bessere Kuh um die gleiche Einstufung zu erreichen.<\/p>\n<p>Die Bed\u00fcrfnisse und Erwartungen der Z\u00fcchter an eine Rasse sind nat\u00fcrlich sehr unterschiedlich. Die Allermeisten k\u00f6nnen sich mit dem Wunsch nach Genetik, mit welcher sie m\u00f6glichst wirtschaftlich Milch produzieren k\u00f6nnen, identifizieren. Doch wie sieht die optimale Kuh dazu aus? Zu dieser Frage gehen dann die Meinungen auch innerhalb einer Rasse zum Teil stark auseinander. Das Schema f\u00fcr eine Rasse ist wie ein gemeinsamer Nenner all dieser verschiedenen Philosophien. Denn schlussendlich wird eine Holsteinkuh mit demselben Schema beschrieben ob sie nun in einem Hochleistungsbetrieb mit TMR und hohem Maisanteil, auf einem Weidebetrieb oder in K\u00e4sereibetrieben mit Alpung und silofreier F\u00fctterung steht. Dass das LBE Schema f\u00fcr all diese Betriebe nicht gleichermassen stimmt liegt auf der Hand. Je extremer das Zuchtziel eines einzelnen Betriebsleiters ist, desto weiter ist er vom Schema entfernt und muss sich in der Konsequenz damit abfinden k\u00f6nnen, dass sich dies auch in der Einstufung niederschl\u00e4gt. Dies muss nicht heissen, dass seine K\u00fche grunds\u00e4tzlich schlechter sind oder er einen anderen Typ Kuh z\u00fcchten sollte. Es heisst lediglich, dass seine Kuh im Vergleich zu diesem gemeinsamen Zuchtziel Differenzen hat.<\/p>\n<p>Um beim Schema der Rasse (Red)Holstein zu bleiben, sind die \u00c4nderungen in diesem Jahr gering. Die einzige Anpassung, welche von der Schemakommission entschieden wurde, betrifft \u00fcbergrosse K\u00fche. Zur Erinnerung: Die ideale Note f\u00fcr Kreuzbeinh\u00f6he ist 6 und entspricht 155cm bei einer ausgewachsenen Kuh. K\u00fche ab 165cm Kreuzbeinh\u00f6he sind von diesem Ideal sehr weit entfernt und k\u00f6nnen deshalb in Zukunft im Block Format\/Kapazit\u00e4t nicht mehr die Klasse Exzellent (EX) erreichen. Diese Entscheidung betrifft nur ganz wenige K\u00fche und erlaubt es einen Unterschied zwischen sehr grossen und \u00fcbergrossen K\u00fchen zu machen. Dabei folgt diese Stossrichtung einer Tendenz, die weltweit in den Zuchtzielen festzustellen ist: weg von der extremen Kuh in der Gr\u00f6sse, hin zur ausgeglichenen Kuh.<\/p>\n<p>Bei der Rasse Swiss Fleckvieh ist anstelle der Note 6 neu die Note 7 ideal f\u00fcr die Bemuskelung. Die Absicht dahinter ist die bessere Honorierung der gut bemuskelten K\u00fche gegen\u00fcber den K\u00fchen mit durchschnittlicher Muskulatur. Damit soll neben der Milchleistung auch der zweite Nutzungsbereich dieser Zweinutzungskuh gef\u00f6rdert werden. Eine weitere Anpassung betrifft die optimale Note f\u00fcr Zitzenl\u00e4nge. Um eine bessere Verteilung der Noten auf der Skala von 1 bis 9 zu erreichen entsprechen die idealen 5cm Zitzenl\u00e4nge neu der Note 6. Ein Effekt dieser \u00c4nderung ist die bessere Unterscheidung zwischen kurzen, sehr kurzen und extrem kurzen Zitzen.<\/p>\n<p>Beim Schema der Simmentalerrasse wurde die gleiche Anpassung f\u00fcr die Zitzenl\u00e4nge wie bei Swiss Fleckvieh bereits vor einem Jahr gemacht. Des Weiteren gibt es neu keinen Abzug mehr bei der Note 8 f\u00fcr Bemuskelung. Somit entsprechen die Noten 7 und 8 bei diesem Merkmal dem Ideal.<\/p>\n<p>Keine \u00c4nderung erf\u00e4hrt das Schema der Rasse Montb\u00e9liarde.<\/p>\n<p>Die Basis f\u00fcr eine sichere Zuchtwertsch\u00e4tzung im Exterieur sind \u2013 auch trotz der genomischen Zuchtwertsch\u00e4tzung \u2013 verl\u00e4ssliche Daten aus der linearen Beschreibung und Einstufung. Diese erreichen wir indem m\u00f6glichst viele Z\u00fcchter m\u00f6glichst alle Erstlaktierenden der LBE unterziehen und die Beschreibung der Merkmale durch die Einstufer m\u00f6glichst differenziert erfolgt. Diese breite Streuung in der Erfassung der Merkmale wird jedes Jahr den Entwicklungen der Rassen angepasst und in Kursen ge\u00fcbt. Somit kann die hohe Verl\u00e4sslichkeit der Schweizer Exterieur-Zuchtwerte in Zukunft gehalten oder sogar noch verbessert werden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/linearsa.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Foto-Messen-Mario.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-2014\" src=\"http:\/\/linearsa.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Foto-Messen-Mario-1024x706.png\" alt=\"Foto Messen Mario\" width=\"1024\" height=\"706\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allj\u00e4hrlich findet im September eine Anpassung der verschiedenen LBE-Schemen statt. Zum einen werden \u2013 wie bei den Zuchtwerten auch &#8211; die Berechnungen der Masse und Noten den Entwicklungen der Rasse angepasst. 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